Gesprächsanalyse der Fernsehdebatte Hollande-Sarkozy (2012): Lassen sich anhand der Anzahl der Unterbrechungen Persönlichkeitszüge der Kontrahenten bestimmen?
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- In der vorliegenden Arbeit führe ich eine Gesprächsanalyse im Fall des Fernsehduells Hollande-Sarkozy (2012) führen. Ich wende einerseits das Geissner-Modell, um externen Faktoren der Debatte zu erfassen; andererseits bediene ich mich methodisch an die amerikanische Gesprächsanalyse, um das Gespräch selbst zu untersuchen. Bei der Untersuchung liegt der Schwerpunkt auf die Unterbrechung: Wie viele Unterbrechungen wurden von den Debattierenden begangen? Aufgrund einerseits der Theorie der amerikanischen Gesprächsanalyse, die besagt, dass eine Unterbrechung geschieht, zu einem Zeitpunkt, wo kein Sprecherwechsel geschehen sollte und aufgrund andererseits der Wahrnehmung der Interagierenden konnte ich einen erheblichen Abstand der Unterbrechungen zwischen Hollande und Sarkozy feststellen. Ruhig und gelassen; sind die oft genannten Charakterzüge, um Hollandes Persönlichkeit zu beschreiben. Sarkozy ist hingegen für sein leidenschaftliches Temperament und starken Charakter bekannt. Die Ergebnisse der Untersuchung widersprechen diesen Charakterzügen. Woran liegt dieses Paradox?