Farberlebnisse in der Moderne. Die Thematisierung der Farbe in der Lyrik Rainer Maria Rilkes und Georg Trakls
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- In dieser Arbeit wird die Begeisterung Rainer Maria Rilkes und Georg Trakls für Farbe und ihre Rolle in ihrer jeweiligen lyrischen Werke behandelt. Der Ausgangspunkt der Reflexion ist die Feststellung, dass beide Autoren vom Umbruch der Farbe in der Malerei ihrer Zeit geprägt wurden. Die Begeisterung Rilkes und Trakls für die Farbe der modernen Malerei wird in Bezug auf die sogenannte „Sprachkrise“ analysiert, die die Literatur um 1900 stark geprägt hat. Eine wichtige Frage ist hier ob und inwiefern das Interesse dieser Autoren an der Farbe mit der sprachkritischen Stimmung der Literatur ihrer Zeit zusammenhängt. Ziel der Arbeit ist das Verhältnis zwischen Bild und Sprache und zwischen Malerei und Literatur in der Moderne am Beispiel ihrer Werke zu verstehen. Genauer wird analysiert, wie Rilke und Trakl die sogenannte „Befreiung der Farbe“ (Le Rider) der modernen Malerei erlebt haben und,wie dieses Farberlebnis ihr literarische Werke geprägt hat. Für die Analyse werden im ersten Teil der Arbeit zunächst theoretischen Fragen über Farbe und Bilder in der Moderne behandelt. Das Phänomen des "Farbenthusiasmus" wird dabei in Zusammenhang mit der Sprachkrise erklärt am Beispiel Hugo von Hoffmannstahls "Briefe des Zurückgekehrten". Ziel der Arbeit ist am Ende zu begreifen, wie und warum Farbe als vorbildhaftes Ausdrucksmittel für ihre lyrische Werke genommen wurde.